60. Himmel, Erde, Luft, Meer.
(Zeugen klar von Gottes Ehr'.)
(Auf gegebene Worte durch J. L. am 31. Mai 1843.)

Dir HErr, sei Preis, Anbetung, Dank und Ehre;
Dein ist die Erde und das Sternenfeld!
Dir schlägt mein Herz; Dir donnern Luft und Meere!
Dein ist das Reich und Dein die große Welt!
Vom Aufgang bis zum Niedergang erschallet
Dein Lobgesang, der durch die Himmel hallet!

Du rufst die Sonne und sie kommt im Glanze
Wie eine Braut aus ihrem Purpurzelt;
Du winkst dem Mond und aus dem Sternenkranze
Blickt er in heil'ger Ruhe auf die Welt.
Wir sind getrost! Du HErr bis uns're Stärke,
Dein ist die Kraft, und groß sind Deine Werke.

Gott! Welch ein Licht, das Deinen Thron umstrahlet,
Welch' stille Pracht im Land der Seligkeit!
Du ew'ge Liebe, die kein Dank bezahlet,
Anbetung Dir! Dein ist die Herrlichkeit!
Die Sonnen glänzen freudig in die Runde
Und ewig währet jene gold'ne Stunde.

Die Himmel, Erde, Luft und alle Meere
Sie preisen Dich, und loben Deine Stärke,
So laß auch bringen mich Dir eine Ehre,
Die ich vor Dir in meinem Herzen merke;
Es ist die Lieb! O Vater über Sternen,
Nimm sie zu Dir durch all' die blauen Fernen.

Nimm an o Vater hier mein kindlich Lallen,
Laß preisen Dich gefällig auch von mir,
Nicht kindisch will vor Dir ich prahlen;
Ein kindlich Opfer bringe ich Dir hier;
O nimm es an mit Deinem Wohlgefallen
Und laß Dein Kind stets also vor Dir lallen.
[PsG.01_060]